Arbeit Lokales 

Fluch und Segen des freien Tages

Einer der großen Vorteile meines neuen Jobs ist ein weitgehend flexibel wählbarer freier Tag in der Woche. Dazu können wir uns mithilfe eines firmeninternen Online-Tools auf bestimmte Tage bewerben. Mein Lieblingstag in dieser Hinsicht ist der Donnerstag – erst drei Tage arbeiten gehen, dann einen ganz normalen Wochentag zur freien Verfügung haben und schließlich noch einmal entspannt zwei Tage nachlegen. So arbeitest du nie fünf Tage am Stück und kannst einen gewöhnlichen Werktag für alle möglichen Aktivitäten nutzen. Kein Einkaufsstress am Samstag, keine Sonderwünsche beim Arbeitgeber, wenn man mal zum…

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Arbeit Music Musik Schreiben 

A working class hero is something to be

Noch vor wenigen Tagen ließ ich mich an dieser Stelle über Zwangsräumungen, Weltuntergangsstimmungen und Selbstmordabsichten aus. All das war natürlich literarisch überhöht, und doch meiner derzeitigen Situation nicht ganz unangemessen. Und genau darum geht es mir hier. Blogger mögen ja bekanntermaßen Selbstdarsteller sein, wie immer wieder zu lesen ist. Aber sie sind um so vieles ehrlicher mit ihren Projekten, als alle die, welche mir, als P. noch lebte, unablässig von angeblich so erfolgreichen Product Placements im digitalen Markt, von ihren Benchmarks, von ihren Incentives, und was da sonst noch alles…

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Lokales Schreiben 

Weltuntergangsstimmung

Es könnte jetzt alles so schön sein. Ist es aber nicht. Der April zeigt sich im Steglitzer Südende von seiner wahrlich garstigsten Seite. Innerhalb nur einer Stunde verzeichnete ich hier in chronologischer Reihenfolge Sturm, Regen, Sonnenlicht, Verdunkelung, Aufhellung, strahlend blauen Himmel, graue Wolkenwände, dann plötzlich wieder eine geradezu kitschig sich anbiedernde Frühlingskulisse oder wahlweise einen veritablen Novembermoment. Die paar wenigen Blümchen, die ich bislang in meine Balkonkästen gesetzt habe, sind sich ihrer noch nicht wirklich sicher, sie trauen dem Ganzen noch nicht, verharren in einer Wartestellung. Und zugleich bilden sie,…

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Schreiben 

Meine Bewerbung als Texter

Meine kindlichen Finger waren noch nicht kräftig genug, um eine solch schwerfällige Mechanik zu bedienen, und es fehlte zudem an deren für das vollständige Herunterdrücken der Tasten nötigen Länge. Dennoch übte die alte Schreibmaschine, die ich auf dem Dachboden des väterlichen Elternhauses vorgefunden hatte, eine enorme Anziehungskraft auf mich aus. Immer auf der Suche nach neuen Entdeckungen in dem uralten Fachwerkhaus meines Großvaters, schlich ich mich, nicht zuletzt um den langweiligen Gesprächen der Erwachsenen zu entfliehen, bei jeder sich bietenden Gelegenheit heimlich davon. Und was ich da zwischen altem Gebälk…

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