Arbeit Lokales 

Fluch und Segen des freien Tages

Einer der großen Vorteile meines neuen Jobs ist ein weitgehend flexibel wählbarer freier Tag in der Woche. Dazu können wir uns mithilfe eines firmeninternen Online-Tools auf bestimmte Tage bewerben. Mein Lieblingstag in dieser Hinsicht ist der Donnerstag – erst drei Tage arbeiten gehen, dann einen ganz normalen Wochentag zur freien Verfügung haben und schließlich noch einmal entspannt zwei Tage nachlegen. So arbeitest du nie fünf Tage am Stück und kannst einen gewöhnlichen Werktag für alle möglichen Aktivitäten nutzen. Kein Einkaufsstress am Samstag, keine Sonderwünsche beim Arbeitgeber, wenn man mal zum…

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Arbeit Schreiben 

Woisch Karle, du brauchscht e gscheits Öl

Dieser großartige Werbeslogan eines schwäbischen Lebensmittelherstellers – nennen wir ihn S. – hat mir seit der Zeit, in der ich zwecks Bekämpfung von berufsbedingter Langeweile und Müdigkeit unzählige Nächte hindurch Radio hörte, immer wieder aufs Neue zu denken gegeben. So wurde mir schnell klar, dass hinter der trivialen Aufforderung an einen Freund, er möge doch die richtige Ölsorte wählen, um seinen Kochkünsten den letzten Schliff und seinen ihm im gleichen Spot kackfrech unterstellten Verdauungsproblemen Herr zu werden, wie gesagt wird, weitaus tiefere Ebenen von Lebensweisheit lagen. Es geht hier bei…

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A working class hero is something to be

Noch vor wenigen Tagen ließ ich mich an dieser Stelle über Zwangsräumungen, Weltuntergangsstimmungen und Selbstmordabsichten aus. All das war natürlich literarisch überhöht, und doch meiner derzeitigen Situation nicht ganz unangemessen. Und genau darum geht es mir hier. Blogger mögen ja bekanntermaßen Selbstdarsteller sein, wie immer wieder zu lesen ist. Aber sie sind um so vieles ehrlicher mit ihren Projekten, als alle die, welche mir, als P. noch lebte, unablässig von angeblich so erfolgreichen Product Placements im digitalen Markt, von ihren Benchmarks, von ihren Incentives, und was da sonst noch alles…

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Arbeit Musik 

Wasabi da nur bestellt?

This one goes out to Betty K.- thanks for sharing marvellous moments and an outreagous concert of Archive at Columbia Hall, Berlin. Nun ist es schon ein paar Tage her, seit ich meinen alten Kumpel P. zu Grabe getragen habe. Eine, wie mir immer deutlicher wird, an Absurdität nicht zu überbietende Geschichte kam an diesem solch, wie gesagt wird, rabenschwarzen Tag, zu einem vorläufigen Abschluss. Mein eigenes Leben geht freilich weiter, und ich kann nur sagen, dass dieser schmerzliche Abschied durchaus erstaunliche Energien in mir freigesetzt hat. Wieder und wieder…

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